Bad Salzungen

Wo Felsen flüstern und Wege verschwinden

Drachenschlucht

Wer Thüringen von seiner wildromantischen Seite erleben möchte, kommt an der Drachenschlucht bei Eisenach nicht vorbei. Die beeindruckende Felsschlucht zählt zu den bekanntesten Naturattraktionen des Freistaats und begeistert Besucher mit ihrer außergewöhnlichen Atmosphäre.

Unterhalb der Wartburg gelegen, führt ein rund drei Kilometer langer Wanderweg durch ein faszinierendes Labyrinth aus moosbewachsenen Felsen, schmalen Passagen und bizarren Gesteinsformationen.

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Grünes Nadelöhr

An ihrer engsten Stelle misst die Drachenschlucht gerade einmal 70 Zentimeter. Links und rechts ragen die Felswände bis zu zehn Meter in die Höhe und schaffen ein eindrucksvolles, fast mystisches Naturerlebnis. Das Zusammenspiel aus schattigem Licht, feuchtem Klima und dichtem Grün verleiht der Schlucht ihren ganz besonderen Charakter.

Moose bedecken die Felsen wie ein natürlicher Teppich, während Farne und andere feuchtigkeitsliebende Pflanzen das Bild prägen. Gerade diese üppige Vegetation macht den Reiz des „grünen Nadelöhrs“ aus.

Zu verdanken ist die Erschließung dieses Naturwunders dem Eisenacher Forstmann Gottlob König. Der Ehrendoktor der Philosophie erkannte früh die Besonderheit des Ortes und setzte sich dafür ein, die Schlucht für Wanderer zugänglich zu machen. Bereits 1832 begann der Bau des Wanderweges, der bis heute zahlreiche Naturfreunde anzieht.

Die Wanderung durch die Drachenschlucht ist ein besonderes Erlebnis. Wer sich auf das Abenteuer einlässt, wird mit einer der spektakulärsten Landschaften Thüringens belohnt.

Mariental, 99817 Eisenach